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留学体験記

【交換留学生より】福島での忘れられない思い出Ⅱ

出身国・地域 / 大学】ドイツ/ ルール大学ボーフム 【在学期間】2025年10月~
経済経営学類特別聴講学生 H・Hさん

 

前回のレポートを書いてから、かなり時間がたちました。
この間に本当にたくさんの新しい経験をして、その一つ一つが今では自分の大切な一部になっています。たくさんのことを学び、いろいろな考えも増えました。それを今、この一つのレポートにまとめなければならないと思うと、不思議な気持ちになります。
この数か月間は、楽しいこともあれば、大変なこともありました。たぶん、最初に感じていたあのわくわくした気持ちが、今は少し落ち着いてきたからだと思います。最初は何もかも新しく感じていたことが、今では日常の一部になりました。
それに、ここに来てからもう7か月以上もたったなんて、まだあまり信じられません。そう考えると、なぜか時間に追われているような気持ちになります。
「こんな経験ができる機会は、これからまたあるのだろうか。休んでいる時間なんてない。もっと外に出て、いろいろなことを経験しなければ。」
そんな考えがいつも頭の中をぐるぐるしています。
でも、自分がもうたくさんの経験をしてきたことも分かっていますし、体も時々休むことが必要だということも分かっています。
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新しい年は、とても素敵な形で始まりました。
初めてしっかり雪が降って、景色一面に雪が積もりました。ドイツでも雪は降りますが、気候変動の影響でここ数年はだんだん少なくなっています。だから、久しぶりにたくさんの雪を見ることができて、とても嬉しかったです。
夜遅くに友達と外に出て、雪だるまを作ったり、雪合戦をしたりして、少し子どもの頃に戻ったような気持ちになりました。
でも、年の初めは少し忙しくて大変でもありました。冬学期の終わりが近づくにつれて、課題の締め切りや試験も近づいてきたからです。

そんな忙しい中でも、最初の学期にここでたくさんのことを学べたことに感謝しています。特に「Intercultural Collaborative Project」の授業は、自分にとってとても大きな経験になりました。時間もたくさん必要な授業でしたが、自分の好きな「旅行」と「クリエイティブな活動」の二つが合わさった、とても特別な授業でした。
この授業を通して、自分自身についてたくさん学ぶことができました。そして、グループで作り上げた結果を、今でもとても誇りに思っています。
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春休みが始まると、私は他の留学生たちと一緒に札幌へ行き、雪祭りを見に行きました。本当にすごくて、感動しました。福島で見た雪にもとても感動していましたが、札幌の雪は本当に別のレベルでした。
雪まつり自体ももちろん素晴らしかったですが、この旅行で一番印象に残っているのは、夜にみんなで宿で過ごした時間です。
一緒にオリンピックの冬の競技を見ながら、それまで聞いたこともなかったスポーツについて、30分もしないうちにみんなで「専門家」みたいになっていました。
それに、一緒に料理をしたり、夜遅くまでUNOをしたりして、とても楽しい時間を過ごしました(ただ、UNOのせいで友情が危なくなることもありました)。
まとめると、札幌への旅行は本当に行く価値がありました。お金をかけた分だけ、十分に意味のある経験だったと思います。
でも、その後、一学期だけで帰る友達と別れなければならなくて、それがもっとつらく感じました。
その時、「ああ、ここでの時間の半分がもう終わってしまったんだ」と強く感じました。たぶん、その時初めて、あの説明しにくい時間への焦りを感じたのだと思います。
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こうした寂しい気持ちも、春休みの間はあまり長く続きませんでした。休み中にたくさんの人が会いに来てくれたからです。
最初に、地元のドルトムントの友達が何人か来て、一緒に東京を観光しました。
そのすぐ後には、両親も会いに来てくれました。しかも、わざわざ福島まで来てくれました。
それは自分にとって、なんだかとても不思議な気持ちでした。もちろん嬉しかったのですが、その時はその気持ちをうまく言葉にすることができませんでした。
でも最近、英語の授業でThe Great Gatsbyを読んでいて、その気持ちを少し理解できる言葉に出会いました。
本の最初の章で、作者が知らない人に道を聞かれた時、それまで自分もよそ者のように感じていたのに、その瞬間、自分がその場所の「もともとの住人」のように感じた、という場面があります。
私が家族と感じた気持ちも、それに少し似ていたと思います。家族が福島に来て、私が街を案内した時、もう何も分からない外国人という感じではなく、この場所を本当に「自分の居場所」と呼べる人になったように感じました。

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両親が福島に数日滞在した後、私は両親と一緒に京都、大阪、そして東京へ旅行しました。
私自身も京都と大阪に行くのは初めてだったので、まるで小さな家族の冒険のように感じました。
静かな福島から、にぎやかで人の多い関西に行くのは、少し新鮮で大きな変化でもありました。
そして、そうしているうちに春休みも終わり、大学がまた始まりました。ちょうどその頃、桜も咲き始めました。
三年前に初めて日本に来た時は、桜の時期をぎりぎり逃してしまいました。だから今回、満開の桜を見ることができて、本当に幸せでした。
それから、ひたち海浜公園にも行って、ネモフィラの花の海を見に行きました。
期待して行ったのですが、全然がっかりしませんでした。広がる花畑は、まるで映画のワンシーンのように美しかったです。
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ここでの時間は、本当にあっという間に過ぎていきます。
最近、よく考えることがあります。いつかドイツに帰る時、どんな気持ちになるのだろうか、と。ここで出会った人たちや、この場所で過ごす日々を、どれほど恋しく思うのだろうか、と。こんな経験は、たぶんもう二度とできないかもしれない、とも考えます。
そして、今ここで出会った友達も、また世界中にばらばらになってしまったら、その中でどれだけの人ともう一度会えるのだろう、と考えることもあります。
でも、そんなことを考え続けても仕方がないのかもしれません。
最近、友達がある動画を送ってくれました。その動画は、まさにこういう気持ちについて話していました。まだ失っていないものを、先に恋しく思ってしまうという、不思議で少し矛盾した気持ちです。
その動画では、「その後のことを心配するより、これからまだ起こることを楽しみにしたほうがいい」と言っていました。
だから、残りの時間はその言葉を大切にして、ここでの毎日を思い切り楽しみたいと思います。



【ドイツ語訳】

Seit meinem letzten Report ist eine Menge Zeit vergangen. Ich habe so viele neue Erfahrungen gemacht, die so ein wichtiger Teil von mir geworden sind, habe so viel gelernt und so viele Gedanken, die ich jetzt irgendwie in diesen einzelnen Report bekommen muss. Diese letzten paar Monate hatten auf jeden Fall ihre Höhen und Tiefen. Ich glaube, weil das anfängliche Hochgefühl von Aufregung mittlerweile weg ist. Alles, was am Anfang noch neu war, ist jetzt alltäglich geworden.

Außerdem kann ich kaum glauben, dass schon über 7 Monate vergangen sein sollen, seitdem ich hier angekommen bin. Das gibt mir irgendwie eine irrationale Form von Zeitdruck. Gedanken wie „Wann werde ich jemals wieder die Möglichkeit für so eine Erfahrung bekommen? Ich habe keine Zeit für Pausen; Ich muss raus und etwas erleben" schwirren mir andauernd durch den Kopf. Und dass, obwohl ich weiß, dass ich schon so viel erlebt habe und dass mein Körper einfach von Zeit zu Zeit ausruhen muss.

Das Neue Jahr hat wunderbar angefangen. Wir hatten das erste Mal richtig Schnee. Wir haben in Deutschland zwar auch Schnee, aber wegen dem Klimawandel ist es in den letzten Jahren immer weniger geworden. Deswegen hat es mich sehr glücklich gemacht mal wieder richtig Schnee liegen zu sehen. Spät abends mit ein paar Freunden rauszugehen, Schneemänner zu bauen und Schneeballschlachten zu machen hat mich ein bisschen zurück in meine Kindheit versetzt.

Der Anfang des Jahres war allerdings auch leicht stressig. Mit dem Ende des Wintersemesters kamen auch Deadlines und Prüfungen näher. Trotz des Stresses bin ich aber dankbar für alles, was ich im ersten Semester hier lernen durfte. Ein Kurs, aus dem ich besonders viel mitnehmen konnte, war der Intercultural Collaborative Project Kurs. Das war zwar einer der Zeitintensivsten Kurse, aber er hat zwei meiner liebsten Dinge vereint: Reisen und Kreatives Arbeiten. In dem Kurs habe ich eine Menge über mich selbst gelernt. Außerdem war und bin immer noch sehr stolz auf das Ergebnis unserer Gruppe.

Als die Semesterferien angefangen haben, bin ich mit ein paar anderen Austauschstudenten nach Sapporo geflogen, um das Schneefestival dort zu sehen und es war wirklich beeindruckend. Ich war schon von dem Schnee in Fukushima begeistert, aber Sapporo war wirklich noch mal ein anderes Level.

Das Schneefestival war zwar schon beeindruckend, mein Highlight des Trips war allerdings die Zeit, die wir abends zusammen in unserer Unterkunft verbracht haben: wir haben die olympischen Winterspiele zusammen geguckt und sind innerhalb von 30 Minuten Experten in Sportarten geworden, von denen wir vorher noch nie etwas gehört haben, wir haben zusammen gekocht und UNO gespielt bis tief in die Nacht (an letzterem ist unsere Freundschaft allerdings fast zerbrochen).

Zusammengefasst: Sapporo war jeden Cent wert. Das hat es jedoch nur noch schwieriger macht sich danach von Freunden, die nur ein Semester geblieben sind zu verabschieden.

Das hat mich auch realisieren lassen: „Wow, die Hälfte meiner Zeit hier ist schon vorbei." Ich glaube das war auch das erste Mal, dass ich diesen irrationalen Zeitdruck gespürt habe.

Diese Gefühle der Trauer hatten jedoch nur wenig Zeit zu bleiben, weil ich während der Ferien viel Besuch bekommen habe. Erst von ein paar Freunden aus meiner Heimatstadt Dortmund, mit denen ich Tokyo erkundet habe. Direkt danach kamen auch meine Eltern zu besuch. Die sind sogar bis nach Fukushima gekommen. Das war irgendwie ein ganz komisches Gefühl, ein positives, aber eins das ich zu dem Zeitpunkt nicht wirklich beschreiben konnte. Jetzt lesen wir aber in einem meiner Englisch Kurse „The Great Gatsby" und da gab es im ersten Kapitel eine Zeile, die mir geholfen hat, dieses Gefühl besser zu verstehen. An dieser Stelle im Buch erzählt der Autor wie er von einem Fremden nach dem Weg gefragt wurde und er sich dadurch auf einmal wie ein „original settler" gefühlt hat und nicht mehr als wäre er selber ein Fremder.

Ich glaube mein Gefühl mit meiner Familie war ein ähnliches. Als sie mich in Fukushima besucht haben und ich sie durch die Stadt geführt habe, habe ich mich nicht mehr wie die ahnungslose Ausländerin gefühlt, sondern wie jemand, der diesen Ort wirklich als ein Zuhause bezeichnen kann.


Nachdem meine Eltern für ein paar Tage in Fukushima waren, bin ich mit ihnen nach Kyoto, Osaka und Tokyo gereist. Da ich selbst auch noch nie in Kyoto und Osaka war, hat sich das wie ein kleines Familien Abenteuer angefühlt. Das war schon eine kleine Umstellung, aus dem ruhigen Fukushima in die laute und überfüllte Kansai Region.
Und damit sind die Semesterferien auch zu Ende gegangen und die Uni hat wieder angefangen. Zur gleichen Zeit haben auch die Kirschblüten angefangen zu blühen. Als ich das erste Mal in Japan war, vor drei Jahren, habe ich die Kirschblüten gerade so verpasst. Sie jetzt in voller Blüte gesehen zu haben hat mich unfassbar glücklich gemacht.

Wir sind außerdem zum Hitachi Seaside Park gefahren, um dort das Meer von Nemophila zu sehen. Wir wurden nicht enttäuscht, die Blumenwiese sah aus wie aus einem Film.


Die Zeit hier vergeht wirklich schnell. In letzter Zeit musste ich oft daran denken, wie es wohl sein wird, wenn ich zurück nach Deutschland reisen muss und wie sehr ich hier jeden und alles vermissen werde, dass ich eine Erfahrung wie diese wahrscheinlich nie wieder machen kann und wie viele von den Freunden, die ich hier gefunden habe, wohl wieder sehen werde, sobald wir alle wieder über den gesamten Globus verteilt sind.

Aber was bringt es sich darüber den Kopf zu zerbrechen? Ein Freund von mir hat mir kürzlich ein Video geschickt, in dem es genau um diese Gedanken ging - das Paradoxe Gefühl etwas zu vermissen das noch gar nicht weg ist. In dem Video hieß es, man soll sich lieber auf die Dinge freuen, die noch alle kommen, anstatt sich über das danach Sorgen zu machen.

Deswegen werde ich für die verbleibende Zeit hier genau das machen: alles in vollen Zügen genießen.